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Fail-Over-Cluster realisierbar?


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Hallo,

 

ich habe nun einige Zeit mit dem Clusterservice von Win2k3 (MSCS) als auch mit dem NLB (auch W2k3) auf virtuellen Servern getestet.

 

Schade, dass man beim MSCS ein Ressourcen-Failover nicht in Abhängigkeit von vorhandenen Ressourcen machen kann. Die Anforderung, dass die Cluster-IP auf den Hot-Standby-Rechner, wo die Applikation bereits läuft, übergeht, ist somit leider nicht möglich.

 

Schön wäre es wenn man festlegen könnte:

 

"Ressource >IP-Adresse< wird von dem Node gestartet, wo die Ressource >Applikation< bereits gestartet ist."

 

Man kann zwar festlegen, dass eine Ressource erst online geschaltet wird, wenn eine andere Ressource gestartet ist, aber das beeinflusst nur die Startreihenfolge beim Failover, aber nicht das Failover selbst.

 

Außerdem nachteilig (und in meinem Fall ein Ausschlusskriterium): MSCS/WSFC benötigt eine Domäne! Ein DC gibt es aber in dem Netz nicht und müsste dann auch wieder redundant aufgebaut sein...

 

Zum NLB:

 

Die ersten Gehversuche sehen vielversprechend aus. Verlangt aber in der Tat mehr eigene Software-Entwicklungsarbeit.

 

Ich habe dazu eine Frage:

 

Kann man den internen Counter, der zum Lastausgleich herangezogen wird, irgendwo einsehen?

 

Siehe auch hier: How Network Load Balancing Algorithm works internally

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Schade, dass man beim MSCS ein Ressourcen-Failover nicht in Abhängigkeit von vorhandenen Ressourcen machen kann. Die Anforderung, dass die Cluster-IP auf den Hot-Standby-Rechner, wo die Applikation bereits läuft, übergeht, ist somit leider nicht möglich.

 

Kann man aber zumindest über scripting der cluster.exe lösen.

 

Außerdem nachteilig (und in meinem Fall ein Ausschlusskriterium): MSCS/WSFC benötigt eine Domäne! Ein DC gibt es aber in dem Netz nicht und müsste dann auch wieder redundant aufgebaut sein...

 

Richtig, steht aber ganz groß in den Bedingungen. ;)

 

Bye

Norbert

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Die ersten Gehversuche sehen vielversprechend aus. Verlangt aber in der Tat mehr eigene Software-Entwicklungsarbeit.
Dann sieht mir NLB nach der passenden Wahl für Dich aus. Mit einem Failover Cluster könnte es auch gehen: Die Lösung über eigene Ressource DLLs und somit für die Applikation passende IsAlive/LooksAlive checks sowie relativ frei definierbarem Verhalten im Cluster ist technisch möglich. Ob sich der Aufwand für Euch lohnt, muss man allerdings abwägen.
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Richtig, steht aber ganz groß in den Bedingungen. ;)

 

Nur muss man die Bedingungen erstmal finden. ;)

 

Ich will nicht behaupten, dass das nirgendwo steht oder nur sehr gut im "Kleingedruckten" versteckt ist, aber ich bin bei meiner langen und intensiven Recherche wirklich erst sehr spät darauf gestoßen. Kann mein Fehler gewesen sein oder es liegt daran, dass eine vorhandene Domäne normalerweise vorhanden ist. Kannst Du mir bitte eine Quelle für die Bedingungen/Anfoderungen von MSCS/WSFC geben?

 

@Lian:

 

Abgesehen davon wird hochverfügbarer Speicher und ein (hoch)verfügbarerer DC notwendig, der das ganze noch aufwendiger und teurer macht im Vergleich zu NLB.

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Es gibt viele Produkte von MS, die eine zentrale Kontenverwaltung voraussetzen. Gegenfrage: Soll ein Hochverfügbarkeitsdienst mit n lokalen Accounts laufen?

Voraussetzungen siehe zB.: Appendix A: Failover Cluster Requirements

 

Zum Thema Cluster & Domain Controller:

Windows 2000, Windows Server 2003, and Windows Server 2008 cluster nodes as domain controllers

Cluster Nodes können auch selbst als Domain Controller laufen, das ist allerdings nur sehr begrenzt supported und imo nicht empfehlenswert.

 

Abgesehen davon wird hochverfügbarer Speicher und ein (hoch)verfügbarerer DC notwendig, der das ganze noch aufwendiger und teurer macht im Vergleich zu NLB.

Das ist korrekt, wobei DCs relativ einfach über Replikation automatisch redundant gehalten werden können. Eine (teure) SAN ist nicht immer notwendig, hat aber auch Vorteile. Nicht für jede Applikation passt NLB.

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Nur muss man die Bedingungen erstmal finden. ;)

 

Ich will nicht behaupten, dass das nirgendwo steht oder nur sehr gut im "Kleingedruckten" versteckt ist, aber ich bin bei meiner langen und intensiven Recherche wirklich erst sehr spät darauf gestoßen.

 

Hättest ja mal fragen können. ;) Für diejenigen die es in Betrieb haben, ist das eine Selbstverständlichkeit, dass man das als Info natürlich auch irgendwie "vergißt". Sollte ich mir mal merken wenn eine gleichgeartete Anforderung wieder kommt. :)

 

Kann mein Fehler gewesen sein oder es liegt daran, dass eine vorhandene Domäne normalerweise vorhanden ist. Kannst Du mir bitte eine Quelle für die Bedingungen/Anfoderungen von MSCS/WSFC geben?

 

Hat Lian dir ja schon was gepostet.

Windows 2000, Windows Server 2003, and Windows Server 2008 cluster nodes as domain controllers

erklärt auch ein wenig den Grund:

MORE INFORMATION

To have Windows Clustering function properly (where the Cluster service starts on each node) the node that forms the cluster must be able to validate the Cluster service domain account, which is the account that you configure during the Windows Clustering installation. To accomplish this, each node must be able to establish a secure channel with a domain controller to validate this account. If the node cannot validate the account, the Cluster service does not start. This is also true for other clustered programs that must have account validation for services to start, such as Microsoft SQL Server and Microsoft Exchange.

 

Abgesehen davon wird hochverfügbarer Speicher

 

Kommt ja darauf an, was du darunter verstehst. Ein Shared Storage Device (SAN, DAS) mittels FC, iSCSI oder SAS bewegt sich ja nicht zwangsläufig im Millionenbereich. ;) Ist eben eine Frage eurer Wünsche und Anforderungen.

 

und ein (hoch)verfügbarerer DC notwendig, der das ganze noch aufwendiger und teurer macht im Vergleich zu NLB.

 

Eigentlich brauchst du zwei "normal"verfügbare DCs.

 

Bye

Norbert

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Gegenfrage: Soll ein Hochverfügbarkeitsdienst mit n lokalen Accounts laufen?

 

Eine ähnliche Hochverfügbarkeitslösung, die wir zur Zeit auf W2k-Basis betreiben läuft mit lokalen Accounts. Ich sehe schon den Sinn der zentralen Kontenverwaltung, nur ist es in unserem Fall eben zusätzlicher Mehraufwand und eine zusätzliche Fehlerquelle.

 

Voraussetzungen siehe zB.: Appendix A: Failover Cluster Requirements

 

Ok, da besteht also noch Optimierungsbedarf an der eigenen Informationsbeschaffungsstrategie. :o

 

Zum Thema Cluster & Domain Controller:

Windows 2000, Windows Server 2003, and Windows Server 2008 cluster nodes as domain controllers

Cluster Nodes können auch selbst als Domain Controller laufen, das ist allerdings nur sehr begrenzt supported und imo nicht empfehlenswert.

 

Ja, das habe ich mir auch angesehen. Ein DC ist halt eine zusätzliche Fehlerquelle. Mit NLB können wir das ganze System schlank halten.

 

Natürlich geht das nur in unserem Fall. Würde Datenhaltung mit ins Spiel kommen, würde kein Weg an ein Failover-Cluster vorbei gehen.

 

 

 

Hättest ja mal fragen können. ;) Für diejenigen die es in Betrieb haben, ist das eine Selbstverständlichkeit, dass man das als Info natürlich auch irgendwie "vergißt". Sollte ich mir mal merken wenn eine gleichgeartete Anforderung wieder kommt. :)

 

Oh, ich wollte nicht den Eindruck hinterlassen, dass ich das von Euch "erwartet" habe, dass Ihr mich darauf hinweist. Ich hätte es ja selber finden müssen. Liegt ja auch daran, dass ich mich hier relativ unbetucht ins kalte Wasser habe schmeißen lassen. Sprich: Über den "Service" hier bin ich mehr als zufriedem. Ich bin ganz begeistert! :)

 

Kommt ja darauf an, was du darunter verstehst. Ein Shared Storage Device (SAN, DAS) mittels FC, iSCSI oder SAS bewegt sich ja nicht zwangsläufig im Millionenbereich. ;) Ist eben eine Frage eurer Wünsche und Anforderungen.

 

(...)

 

Eigentlich brauchst du zwei "normal"verfügbare DCs.

 

Ich sehe das halt von der Position, dass(abgesehen von den zusätzlichen Kosten und dem Installations- und Wartungsaufwand) jede dieser zusätlichen Komponenten eine weitere Fehlerquelle im System darstellt. Keep ist simple...

 

 

Darf ich nochmal zur Frage zurück kommen, ob man den internen NLB-Counter irgendwie einsehen kann?

 

Und eine weitere Frage: NLB mit W2k3 würde ja vollkommen ausreichen. Würdet Ihr empfehlen trotzdem W2k8 stattdessen einzusetezten?

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Darf ich nochmal zur Frage zurück kommen, ob man den internen NLB-Counter irgendwie einsehen kann?

 

Und eine weitere Frage: NLB mit W2k3 würde ja vollkommen ausreichen. Würdet Ihr empfehlen trotzdem W2k8 stattdessen einzusetezten?

 

 

Eine weitere Frage:

 

Mit dem Application Center 2000 wurde damals auch das Component Load Balancing (CLB) eingeführt. AC2k gibt es ja nicht mehr. Wurde damit das CLB auch wieder aufgegeben oder wurde das irgendwo weitergeführt?

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