Blase 15 Geschrieben 9. Mai 2017 Melden Teilen Geschrieben 9. Mai 2017 Hallo in die Runde, da ich vermehrt auf diese Thematik aus unserem Kundenkreis angesprochen werde - und persönlich über keinerlei Erfahrungen in dem Bereich ("eigene" Server bei Strato und Co.) verfüge - bin ich sehr an eurer Meinung zu diesem Thema interessiert. Vorab - wir sind hier klar im KMU Bereich angesiedelt! Strato, hosteurope und wie sie alle heißen bieten ja eigene Root Server an. Man installiert also auf nach Wunsch vor konfigurierter Hardware sein Windows Server Betriebssystem und konfiguriert es nach seinen Wünschen. Man kann sogar diverse Server parallel wie in einem LAN betreiben und konfigurieren. Man selbst ist mit seinem Standort per VPN mit seinen Servern beim Hoster verbunden und hat "normal" Zugriff darauf. Und das alles gibt es für eine verhältnismäßig kleine monatliche Pauschale - im Vergleich zu den Anschaffungskosten eines vergleichbaren IT Infrastruktur (Hardware). So viel zur Theorie. Mich würde sehr eure Meinung hierüber interessieren! Was sind die Stolpersteine, was die Pros und Cons. Bestimmte Bereiche, die man ruhigen Gewissens dort "auslagern" kann? Andere, die auf keinen Fall so gehandhabt werden sollten? AD, DNS, Exchange, SQL, ... Klar, dass zB die (DSL) Bandbreite des Kunden hier ein limitierender Faktor sein kann. Die Windows Lizenzen für die Produkte und die CALs fallen ja trotzdem an - ebenso wie die Dienstleistung, diese Systeme zu installieren und einzurichten. Auch die einmaligen Anschaffungskosten egalisieren sich doch über die Laufzeit einigermaßen wieder... ... aber das sind nur meine bisher bruchstückhaften Gedanken dazu. Wie seht ihr das? Hat das jemand zumindest in Teilbereichen so im Einsatz und kann dazu was sagen? Freue mich über Feedback. Gruß Björn Zitieren Link zu diesem Kommentar
NilsK 2.968 Geschrieben 9. Mai 2017 Melden Teilen Geschrieben 9. Mai 2017 Moin, so pauschal kann man das nicht beantworten. Ist immer eine Frage der Anforderungen und des Szenarios. Oder kurz: "kommt drauf an". Gruß, Nils Zitieren Link zu diesem Kommentar
Blase 15 Geschrieben 9. Mai 2017 Autor Melden Teilen Geschrieben 9. Mai 2017 Hallo Nils, so einfach möchte ich dich hier nicht wieder weg lassen ;-) Klar kommt es immer darauf an - aber was könnten die Überlegungen sein? Mir fallen da grade ziemlich wenig ein - was ja aber sehr wahrscheinlich an meinem noch überschaubarem Horizont diesbezüglich liegt. Lizenzkosten, Installationsaufwand, selbst die Anschaffungskosten sind doch identisch bzw. über die Laufzeit mit der monatlichen Pauschale doch sehr vergleichbar. Oder? Zumal man die Kosten, sollten sie "einmalig" zu hoch sein, ja auch auf ein Leasing oder Mietkauf abwälzen könnte. Den Preis würde ich jetzt also eher vernachlässigen wollen. Sind diese Systeme per se hochverfügbar? Also angenommen, mein mir zugewiesener Server macht die Grätsche, werden dann sämtliche Daten "on the fly" durch den Hoster auf ein anderes System übertragen und sofort wieder für den Kunden zugänglich gemacht? Eher nicht, oder? Ich meine sogar gesehen zu haben, dass man - natürlich - für die Sicherung seiner Systeme "wie gewohnt" selbst verantwortlich ist. Bestenfalls kann man eine Sicherung des Hosters als Service dazu buchen, wobei natürlich auch wiederum Kosten anfallen. Wie du/man an meiner Fragestellung sehr wahrscheinlich siehst/sehen kann - mir fehlt aktuell schlicht die nötige Phantasie um mögliche Vorteile der gehosteten Geschichte zu sehen. Sehr wohl gehe ich aber davon aus, dass es einige davon gibt. Mir wäre schon geholfen, wenn man einfach ein paar Stichpunkte nennen könnte, die diese System unter Umständen halt besser machen könnten, bzw. wo der Einsatzzweck zumindest in Erwägung zu ziehen ist. Gruß Björn Zitieren Link zu diesem Kommentar
NilsK 2.968 Geschrieben 9. Mai 2017 Melden Teilen Geschrieben 9. Mai 2017 Moin, was genau im Leistungsangebot eines Hosters, Providers oder Cloud-Anbieters enthalten ist, musst du diesen schon selbst fragen. Das variiert natürlich erheblich. Wichtig ist, dabei nicht die Preise des Einsteigerpakets auf die Leistungen des größten Pakets zu beziehen. Die Lockangebote sind meist bezüglich Ausstattung und SLA sehr einfach gestrickt. Ob sich so etwas "rechnet", hängt immer von den konkreten Gegebenheiten ab. Hosting-Angebote werden oft als "Überlauf" für kurzfristige Lasten benötigt, dann fällt die Rechnung oft günstiger aus. Will man einen ganzen Serverpark dauerhaft betreiben, fällt der Vergleich "kaufen oder mieten" evtl. weniger günstig aus. Richtig interessant wird das ganze m.E. erst, wenn man es strategisch und als Entwicklungsmodell betrachtet. Damit wäre ein Hosting mit 1:1-Abbildung nur eine (eher kurze) Übergangsphase, danach steht etwa die Ablösung von Diensten und Funktionen durch SaaS-Modelle. Damit werden dann oft Leistungen möglich, die man selbst gar nicht bereitstellen könnte, oder eben Modelle für variierenden und kurzfristigen Bedarf, bei denen man die Dienste nur dann bezahlt, wenn man sie wirklich verwendet. Ist aber jetzt nicht so, dass man dazu im Web keine Darstellungen fände. Es gibt sogar sehr viel davon. Gruß, Nils Zitieren Link zu diesem Kommentar
magheinz 110 Geschrieben 9. Mai 2017 Melden Teilen Geschrieben 9. Mai 2017 Da kommt noch der Traffic dazu. Sind die Lizenzen wirklich identisch? darf man "seine" Windowslizenz auf einen gemieteten Server installieren? Wichtig auch: bei mehr als einem Server will man diese ja auch vernetzen. Das kostet meistens auch noch mal extra. Je nach Bums den der Server haben soll kann der Mietpreis durchaus innerhalb eines überschaubaren Zeitraums den Kaufpreis übertreffen. Zu Hause kommt dann natürlich noch Strom, USV und Klima dazu... Zitieren Link zu diesem Kommentar
Doso 77 Geschrieben 11. Mai 2017 Melden Teilen Geschrieben 11. Mai 2017 Es gibt auch Szenarien da eignet sich sowas einfach nicht. Ich denke jetzt an große lokale Fileserver wo sich viel tut, z.B. große CAD Dateien, wo vielleicht die Netzwerkbandbreite vor Ort knapp ist. Anwendungen die spezielle Betriebssysteme oder physische Hardware brauchen. Anwendungen die minimale Netzwerklatenz oder viel CPU Leistung brauchen (z.b. evtl. ERP). Wie immer kann sowas Sinn machen, aber es kommt halt drauf an. Zitieren Link zu diesem Kommentar
Blase 15 Geschrieben 15. Mai 2017 Autor Melden Teilen Geschrieben 15. Mai 2017 Hallo in die Runde, ich wollte mich noch für das Feedback bedanken. Nun habe ich einige Gedanken und Meinungen dazu gehört und kann mir mögliche Szenarien besser ausmalen... [...] Ist aber jetzt nicht so, dass man dazu im Web keine Darstellungen fände. Es gibt sogar sehr viel davon. Naja, ich bin eher weniger an Marketing-Bla-Bla des jeweiligen Anbieters interessiert (die können ja idR immer "alles" und es klingt ja auch immer super-toll), sondern eher an der Meinung derjenigen, die diese Systeme einrichten und betreuen. Und da bin ich hier im Forum doch deutlich besser aufgehoben, als im WWW nach Meinungen zu suchen, die ich schlussendlich nicht beurteilen kann (sprich: die - obwohl als "Meinung" deklariert - doch letztlich möglicherweise eher werbender Natur sind). Vielen Dank! Gruß Björn Zitieren Link zu diesem Kommentar
DocData 85 Geschrieben 15. Mai 2017 Melden Teilen Geschrieben 15. Mai 2017 Und das alles gibt es für eine verhältnismäßig kleine monatliche Pauschale - im Vergleich zu den Anschaffungskosten eines vergleichbaren IT Infrastruktur (Hardware). Das gibt es auch mit eigener Hard- und Software. Nennt sich "Leasing". Zitieren Link zu diesem Kommentar
NilsK 2.968 Geschrieben 15. Mai 2017 Melden Teilen Geschrieben 15. Mai 2017 Moin, Naja, ich bin eher weniger an Marketing-Bla-Bla des jeweiligen Anbieters interessiert (die können ja idR immer "alles" und es klingt ja auch immer super-toll) davon rede ich auch nicht. sondern eher an der Meinung derjenigen, die diese Systeme einrichten und betreuen Davon ebensowenig. Ich rede von Darstellungen, die die Eignung und das Pro & Contra abwägen. Auch dazu wirst du viel finden, das Thema ist ja nicht neu. Gruß, Nils Zitieren Link zu diesem Kommentar
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