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Zeitarbeit anno 2006


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Zeitarbeit anno 2006  

19 Stimmen

  1. 1. Zeitarbeit anno 2006

    • freiwillig selbst beworben
      2
    • von der Arbeitsagentur hingeschickt worden
      0
    • Mitarbeiter sind/waren okay, freundlich, pünktlich
      0
    • Mitarbeiter sind/waren unhöflich oder unpünktlich oder sonstiges negatives
      3
    • Bezahlung ist/war okay
      1
    • Bezahlung ist/war nicht okay
      7
    • Zeitarbeit ist/war Sprungbrett in Festanstellung beim Kunden
      0
    • Zeitarbeit ist/war Kettenprojektarbeit (verschiendene Auftraggeber)
      0
    • Zeitarbeit ist/war Projektarbeit ohne Folgeauftrag, d.h. Küdigung
      4
    • sonstiges (bitte posten)
      2


Empfohlene Beiträge

Geschrieben
Scheint sich aber doch gelohnt zu haben...

Sicher habe ich jetzt darüber einen festen Job, aber die Zusammenarbeit mit der Zeitarbeitsfirma hat mich gelehrt vor diesen Firmen zukünftig gehörig auf der Hut zu sein.

 

4077

Geschrieben

Hallo,

 

Zeitarbeit ist gerade für Berufsanfänger das Sprungbrett.

Einerseits Berufserfahrung und vielleicht bleibt man ja irgendwo in Erinnerung.

 

War bei mir so und das Gehalt ist bei vielen Firmen Verhandlungssache (motto: was kann ich, was die anderen nicht können)

 

Gruß MacBoon

Geschrieben

Moin.

 

Die Berufserfahrung ist vielleicht das Positivste an einer Zeitarbeitsfirma. Ich bin auch über eine Zeitarbeitsfirma eingestellt. Ich bekomme immer Arbeitsverträge über 3-4 Monate, bin zwar immer bei der gleichen Firma ist aber dennoch ******e! Damit wird verhindert, dass ich einen Vertrag direkt mit der Firma bekomme, denn dann müsste ich nach drei befristeten Verträgen einen festen Vertrag bekommen. So allerdings, bin ich bei der Zeitarbeitsfirma und die können im Prinzig machen was sie wollen. :(

Geschrieben

1. selbst beworben

2. Bezahlung war nicht ok

3. kaum möglichkeiten übernommen zu werden

 

Habe über Zeitarbeitsfirma für einen grossen deutschen Pc Hersteller in der Garantieabwicklung gearbeitet. Meine Erfahrung ist, selbst die großen Stellen keine Leute mehr direkt ein.

 

 

joemc26

 

P.S. Glücklichweise bin ich da wieder raus

Geschrieben
Meine Erfahrung ist, selbst die großen Stellen keine Leute mehr direkt ein.

 

Da hast du allerdings Recht. Ich arbeite bei einem sehr großen Unternehmen und direkt eingestellt wird hier gar keiner mehr, obwohl mehr als genug Arbeit vorhanden ist! Alles wird nur noch über Zeitarbeitsfirmen realisiert, damit die Mitarbeiter leicht wieder entlassen werden können.

Geschrieben
Ich hatte gerade Kontakt mit ner Zeitarbeitsfirma "am rande der stadt", die waren sehr unverschämt und lesen konnten die auch nicht

Jo. So auch hier (grosse Firma mit R vorn)

Besonders witzig finde ich die mehreren Formulare, die man ausfüllen soll, die dann als ZA-Kundenanlockung dienen sollen. Die Formulare stellen genau die Fragen, die man üblicherweise im Lebenslauf schon beantwortet hat. Für was kassieren die ZA-Firmen dann?

Alles wird nur noch über Zeitarbeitsfirmen realisiert, damit die Mitarbeiter leicht wieder entlassen werden können.

Jupp. Die Entlassenen sollen halt nicht mit bösen Gefühlen gegenüber HP, IBM, MS ... gehen sondern (oft) mit mit bösen Gefühlen gegenüber den Zeitarbeitsfirmen, die ja nur Handlanger sind

------------------

Im internet habe ich auch folgendes gefunden:

 

Ich möchte mal eine Kalkulation aufstellen zwecks Vergleich "normale" Festanstellung <--> Zeitarbeit

 

Annahme: Festanstellungslohn = 3500 (d.h. 42000 Jahresgesamtbrutto durch 12), Steuerkl. 1, keine Kinder, keine Kirche, 13.7% KV, 1 Monat = 150 Arbeitsstunden

 

Unberücksichtigt bleibt:

 

- die Tatsache, dass Leerlaufzeiten bei Zeitarbeit das "Risiko des Zeitarbeitsnehmers" (und auf keinen Fall Risiko des Unternehmers, niemals!) sind, und daher nicht für Fortbildung etc. genutzt werden können (a.k.a. "Zeitkonto").

- die Tatsache, dass viele Zeitarbeitsverhältnisse keine 12 Monate dauern, und daher evtl. gar kein Weihnachsgeld, Urlaubsgeld etc. fällig wird.

- die bereits erwähnte Tatsache, dass Arbeitslosengeld nur Prozente von Brutto sind, nicht von Netto, d.h. mögliche "interessante" Überraschung bei Arbeitslosigkeit nach Beschäftigung bei ZA-Firma (nicht bei Festanstellung)

 

Nettolohn bei 3500 brutto = 1970 netto. Arbeitgeberbelastung (incl. Soz.Vers. etc.) = 4200 EUR

 

Stundenlohn bei Zeitarbeit (weil üblicherweise kein Monatslohn vereinbart) = 13 EUR

 

Im Falle der "Vollbeschäftigung" (150 Stunden) --> Brutto 1950 (das ist unter dem Netto der Festanstellung) --> 1260 netto. Arbeitgeberbelastung (incl. Soz.Vers. etc., ohne "Dreingabe") = 2350 EUR

 

Nun wurde ja hier behauptet, man bekommt denselben Nettolohn, d.h. die Zeitarbeitsfirma legt 720 EUR pro Monat drauf, weil die Zeitarbeitsfirma ja so ein toller Arbeitgeber ist. Ein Jeder frage sich selbst, ob diese 720 EUR eine milde Gabe sind, die auch im Falle von Urlaub und Krankheit gewährt werden.

 

2350 brutto + 720 "Dreingabe" = 3070 EUR pro Monat Arbeitgeberbelastung (incl. Soz.Vers. etc., mit "Dreingabe")

 

Nun wurde ich (habe studiert) nun darauf hingewiesen, dass die Zeitarbeitsfirma "Kosten hat" und Gewinn machen möchte (hört, hört).

 

Nehmen wir nun mal, das "Zielunternehmen" ist es egal, ob der Arbeitnehmer über ZA-Firma kommt oder nicht (schließlich bleibt die Qualifikation des ANs gleich), d.h. Jahreskosten blieben bei 12*4.200 EUR. Ein jeder prüfe selbst, ob ihn/ihr die "Leistungen" der Zeitarbeitsfirma 4200 EUR - 3070 EUR = 1030 EUR pro Monat wert sind. Diese 1030 EUR fehlen im Geldbeutel des Zeitarbeiters, z.B. bei Krankheit, sonstigem Nichteinsatz etc. und im Alter. Zeitarbeit, die schnelle Fahrkarte in die Altersarmut.

 

Wieviel dem "Ziel-Unternehmen" tatsächlich (pro Stunde) in Rechnung gestellt wird, dass lasse ich hier besser weg.

------------------

Geschrieben

Hallo zusammen,

 

ich kann die hier beschriebenen Erfahrungen eigentlich auch nur bestätigen. Bei dem Zeitarbeitsgeschäft gibt es nur 2 Gewinner. Einmal den Entleiher und das ZA Unternehmen. Der Verlierer ist ganz klar der "verliehene" Arbeitsnehmer -> Er muss für einen monatlichen Hungerlohn genau die gleichen Arbeiten machen, wofür die Festangestellten oftmals das Doppelte bekommen. Der Haken ist, dass der Entliehene auch dazu bereit ist die Leistung zu erbringen, da er sich evt. eine Übernahme seintens des Entleihers erhofft. Doch das geschieht erfahrungsgemäß in den aller seltesten Fällen. Dennoch, das ZA Geschäft läuft. Ich kenne hier in Essen eine ZA Firma, die erst vor kurzen umziehen musste, da deren Geschäftsräume zu klein wurden ...

Thx an Unternehmen wie HP, Medion, Siemens usw.

Geschrieben
Das Problem sind nicht die Zeitarbeitsfirmen, sondern die Auftraggeber der Zeitarbeitsfirmen sollte man "packen". Am besten, da wos wehtut.

100% Zustimmung

Bei dem Zeitarbeitsgeschäft gibt es nur 2 Gewinner. Einmal den Entleiher und das ZA Unternehmen. Der Verlierer ist ganz klar der "verliehene" Arbeitsnehmer -> Er muss für einen monatlichen Hungerlohn genau die gleichen Arbeiten machen, wofür die Festangestellten oftmals das Doppelte bekommen. Der Haken ist, dass der Entliehene auch dazu bereit ist die Leistung zu erbringen

Soviel zum Thema "Leistung muss sich wieder lohnen".

Solange die Zeitarbeiter "Mitspielen" wird sich aber an "für einen monatlichen Hungerlohn genau die gleichen Arbeiten machen" nix ändern. Die Zeitarbeitsfirmen und entleihenden Unternehmen werden das freiwillig nicht ändern, "man" muss sie halt "passend" motivieren.

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